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Der Begriff „orthodoxe Psychotherapie“ betrifft nicht unter psychischen Problemen und Neurosen leidendenden Menschen, sondern alle Menschen. Der Christlichen Tradition zufolge ist der Mensch nach Adams Fall krank geworden. Sein Verstand (griechisch „nous“, das „Auge des Herzens“) wurde verdunkelt und er verlor die Verbindung zu Gott. Der Tod trat in das Leben des Menschen und verursachte viele anthropologische, soziale, aber auch ökologische Probleme. In der Tragödie seines Falls trägt der Mensch noch das Gottesbild in sich, hat aber völlig seine Ähnlichkeit mit Ihm verloren. Trotzdem zielen die Inkarnation Christi und die Arbeit der Kirche darauf ab, dem Menschen zu ermöglichen, jene Ähnlichkeit wieder zu erreichen, d.h. die enge Verbindung zu Gott wieder herzustellen. Indem man sich an die orthodoxe Therapeutik hält, wie sie von den heiligen Vätern entwickelt worden ist, kann man erfolgreich seine Gedanken kontrollieren und seine Probleme vollständig und umfassend lösen. Diese therapeutische Behandlung oder Psychotherapie hängt eng mit der neptischen Tradition der Kirche und ihrem hesychastischem Leben zusammen, wie es in den Texten der Philokalie erhalten ist und in den Werken der Kirchenväter, ganz besonders in der Lehre des Heiligen Gregorios von Palamas. Sicherlich sollte man nicht außer acht lassen, dass das neptische und hesychastische Leben das Leben der Propheten und der Apostel ist, unverfälscht beschrieben in den Texten der Heiligen Schrift. ۩۩۩۩۩
Seelsorgerisches
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Artikel erstellt am: 20-6-2009.